Vor einigen Jahren übernahm ich das Training der neu gegründeten Fußballmannschaft meines Sohnes, in der Annahme, den Kindern das Fußballspielen beizubringen. Heute weiß ich, dass ein Kinder- und Jugendtrainer viel mehr ist: Er ist Zuhörer, Ratgeber und Problemlöser. Er bindet Fußballschuhe, organisiert Fahrgemeinschaften, tröstet nach Niederlagen, freut sich über kleine Erfolge und begleitet Kinder und Jugendliche oft über viele Jahre. Vor allem aber schenkt er ihnen Zeit – und manchmal ist genau das das Wertvollste. 

Fußball ist für mich mehr als nur ein Spiel! 

Gerade für Kinder und Jugendliche ist er ein Ort der Begegnung, der Bewegung und der persönlichen Entwicklung. Auf dem Sportplatz lernen junge Menschen Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. Sie stärken ihre Gesundheit und erleben, wie gut es tut, gemeinsam aktiv zu sein. 

Mindestens genauso wichtig sind die Werte, die der Fußball vermittelt. Im Team lernt man, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen, miteinander zu kommunizieren und füreinander einzustehen. Man erlebt, dass niemand allein ein Spiel gewinnt und dass Erfolg immer das Ergebnis gemeinsamer Anstrengung ist. 

Und noch etwas lernen Kinder und Jugendliche auf dem Fußballplatz: Regeln gelten für alle! Sie erfahren, dass Regeln Fairness gewährleisten und Konsequenzen haben, was Teil des Erwachsenwerdens ist. 

Diese Verantwortung motivierte mich, mich weiterzubilden, und ich schloss 2026 die C-Lizenz des Niedersächsischen Fußballverbandes ab. 

Auch wenn ich nach den Sommerferien nicht mehr meinen eigenen Sohn trainieren kann, werde ich weiterhin als Jugendtrainer tätig sein, selbst wenn ich Bürgermeister von Bad Münder werde.

Der Zeitaufwand wird geringer sein, aber ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, Ehrenamt selbst zu leben. Unsere Kinder und Jugendlichen benötigen nicht nur gute Sportplätze, sondern auch Erwachsene, die ihnen Zeit schenken.